Mercredi Juin 21 , 2017
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Akut

Pyrethroide

Insektensprays und Elektroverdampfer

gegen Stechmücken und Ungeziefer

keineswegs unbedenklich für den Menschen!

 

Mit der warmen Jahreszeit steigt auch wieder die Plage von Stechmücken, Ameisen und zahlreichen anderen blutsaugenden, stechenden oder einfach nur lästigen Insekten. Demnach steigt dann auch wieder der Einsatz von Insektenmitteln in Form von Sprays, Elektroverdampfern oder anderen Vernebelungsaktionen. Eingesetzt werden in erster Linie Pyrethroide wie Pyrethrum, Permethrin, Allethrin, Cyfluthrin oder Cypermethrin. Außerdem enthalten solche Produkte auch häufig die Substanz Chlorpyrifos. Als Wirkungsverstärker wird zudem häufig ein weiteres Gift zugesetzt, das Piperonylbutoxid.

 

Pyrethroide, natürliche Wirkstoffe ?

Den Herstellern zufolge handelt es sich bei den Pyrethroiden um natürliche Insektengifte, die nach wenigen Stunden oder Tagen abgebaut werden und somit keine Gefahr für Mensch und Haustier darstellen. So wird der Wirkstoff Pyrethrum sowie die anderen Pyrethroide in den Gebrauchsanweisungen als allgemein rasch zersetzlich beschrieben. Auch nach Anwendung von Chlorpyrifos wird davon ausgegangen, dass die Räume bereits nach wenigen Tagen nur noch geringe Belastungen aufweisen. In Wirklichkeit handelt es sich lediglich bei dem Wirkstoff Pyrethrum um ein natürliches Gift, das in den Chrysanthemenblüten vorhanden ist. Unter dem Einfluss von ultravioletten Strahlen des Sonnenlichts zersetzt sich das Pyrethrum relativ schnell (innerhalb von mehreren Tagen). Allerdings stimmt dies nicht mehr in Innenräumen, da hier die ultravioletten Strahlen der Sonne nicht hineinreichen, so dass mit wesentlich längeren Abbauzeiten (mehrere Monate) zu rechnen ist.

 

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Die übrigen Pyrethroide Permethrin, Allethrin, Cyfluthrin oder Cypermethrin sind zwar dem natürlichen Pyrethrum nachempfunden werden jedoch allesamt technisch, das heißt chemisch hergestellt. Dabei werden sie chemisch verändert um eine Langzeitwirkung zu erzielen, die Substanzen werden persistent und können demnach nicht mehr im menschlichen Organismus abgebaut werden. Da sie außerdem fettlöslich sind, werden sie im Fettgewebe des Körpers angereichert und tragen somit zu einer chronischen Vergiftung bei. Auch in der Raumluft werden diese Schadstoffe nicht abgebaut.

 

 

 

In der Praxis belegen Studien, dass Pyrethrum noch nach Monaten, Chlorpyrifos oder synthetische Pyrethroide wie Permethrin und Allethrin noch nach Jahren in Wohnungen nachweisbar sind. Auch der Wirkungsverstärker Piperonylbutoxid trägt zu einer jahrelangen Belastung der Raumluft bei.

 

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Methoxychlor

under construction

 

Dichlofluanid

Bedauernswert ist jedoch die Tatsache, daß in dieser Konvention lediglich 12 Schadstoffe berücksichtigt wurden und andere, ebenso bekannte, langlebige, gesundheitsschädliche Stoffe wie die Biozide Pentachlorphenol (PCP), Lindan, Dichlofluanid, Eulan, Carbolineum, Permethrin, Tributylzinn oder die Flammschutzmittel auf Phosphorsäureesterbasis (Phosphorsäureester wurden im Vietnam-Krieg als Nervengift eingesetzt) nicht in die Verbotsliste aufgenommen wurden. Für Pentachlorphenol gibt es beispielsweise in Deutschland seit 1990 ein generelles Anwendungs- und Herstellungsverbot, in den Nachbarländern (Frankreich, Belgien, Italien, usw.) wird es noch hergestellt und verwendet. Ebenso ist das Carbolineum in Deutschland in Innenräumen seit langem (Teerölverbotsordnung von 1991) und neuerdings ebenfalls in Gärten verboten.

Dem Verbraucher wird somit eine falsche Sicherheit vorgespielt, da er sich darauf verläßt, daß keine gesundheitsgefährdende Biozide oder Stoffe mehr im Handel sind, die Liste der zutreffenden Schadstoffe jedoch bei weitem nicht komplett ist.

 

Auch in der EG-Biozid-Richtlinie von 1998 wird zwar für Biozide eine strenge Vor-Vermarktungskontrolle vorgeschrieben (Analyse der Risiken für Mensch und Umwelt, Urteil ob diese Risiken vertretbar sind oder nicht). Allerdings besteht bei dieser Richtlinie noch immer keine Liste der betroffenen Biozide, so daß es sich zur Zeit um eine leere, abstrakte Verordnung handelt. Zudem wird für „Alt-Biozide", das heißt Biozide die vor Mai 2000 im Handel sind eine Übergangsregelung vorgesehen, die besagt, daß bis spätestens 2010 diese Wirkstoffe bewertet werden sollen und dann eine Entscheidung über Zulassung oder Verbot erfolgen soll. Zu diesen „Alt-Bioziden" zählen selbstverständlich alle zur Zeit bekannten und gebrauchten Biozide (siehe oben).

 

Weitere chlorhaltige Biozide und Stoffe die als technische Verunreinigungen Dioxine und Furane an die Raumluft abgeben und somit eigentlich verboten werden müßten, sind von der Konvention nicht betroffen (PCP, Lindan, PVC, Dichlofluanid, usw.)

 

Auch bleibt in der POP-Konvention die Frage ungeklärt, welche Maßnahmen in Bezug auf sogenannte Altlasten, das heißt kontaminierte Gebäude passiert (beispielsweise die zahlreichen PCB-verseuchten Schulen in Deutschland). Logisch wäre eine systematische Untersuchung von öffentlichen Gebäuden, Schulen, usw.

 

Als Fazit ist zurückzuhalten, daß die POP-Konvention einerseits eine Sensibilisierung des Verbrauchers bezüglich der gesundheitlichen Bedenklichkeit von im Handel erhältlichen Bioziden und anderen Stoffen bewirkt und andererseits sicherlich eine Herausforderung an die europäische Chemikalienpolitik stellt. Ein effizienter Verbraucherschutz wurde auf diese Weise jedoch nicht erreicht und der Käufer eines Ledersessels oder eines Woll- oder Seidenteppich wird sich auch in Zukunft fragen müssen ob er sich mit dem Kauf nicht einen Giftherd ins Haus holt.

 

Ralph Baden

Diplombiologe, Baubiologe

 

   

Lindan

 

Gesundheitsschäden durch Pestizide und Biozide (Text aus dem Bulletin 1/2009 von Akut)

 

Pestizide werden in der Landwirtschaft, in den Gärten, der Forstwirtschaft und in öffentlichen Anlagen eingesetzt zum Schutz von Pflanzen vor Insekten, Schimmel, Bakterien, „Unkräutern“ usw. , Biozide , die giftige Wirkstoffe enthalten, werden in Häusern oder Gebäuden eingesetzt als Holzschutzmittel, Schädlingsbekämpfungsmittel oder Konservierungsmittel. Beiden gemeinsam ist der schädigende oder zerstörende Effekt auf die zu bekämpfenden Schädlinge oder Mikroorganismen. Der Einsatz beider chemischen Wirkstoffgruppen hat sich seit den 50ger Jahren des vorigen Jahrhunderts weltweit und immer massenhafter ausgebreitet, sodass diese Giftstoffe in der Zwischenzeit nicht nur Luft, Böden, Gewässer, Flora und Fauna belasten, sondern seit rund 20 Jahren zunehmend auch die menschliche Nahrungskette, und dies nicht erst von Geburt an, sondern schon während der Schwangerschaft. Schon Embryonen und Föten machen heute leider Bekanntschaft mit unterschiedlichen Dosen solcher Giftstoffe!

Die Verharmlosungsstrategien der Chemiekonzerne

Pestizide und Biozide gehören seit Jahrzehnten schon zu den gewinnträchtigen Branchen der chemischen Industrie und der Agrokonzerne. Hohe Renditen und Profite bringen es mit sich, daß die produzierenden Firmen ständig neue chemische Formulierungen auf den Markt bringen, die immer weiter Umwelt und Natur belasten und zu einem zunehmendem Schwund der Biodiversität führen. Und seit 15 – 20 Jahren wird von Wissenschaftlern und Umweltmedizinern auch immer eindringlicher vor einer Reihe von Gesundheitsschäden und Krankheiten gewarnt, nicht alleine bei professionellen Anwendern (Bauern, Winzer … ), sondern zunehmend auch in der Bevölkerung allgemein und schon bei Kindern.

Die Pestizid- und Biozidhersteller allerdings betreiben eine massive und knallhart durchorganisierte Strategie der Verharmlosung der Belastungen und Gesundheitsrisiken:

1. Zum ersten durch alleinige Betrachtung der Wirkweise von Einzelstoffen, obschon viele Pestizid- oder Biozidprodukte oftmals mehrere schädliche Giftstoffe enthalten („Cocktails“)

2. Zum zweiten, indem die Behauptung aufrechterhalten wird, die in Studien gefundenen Pestizidwerte in Wasser, Obst, Gemüse und beim Menschen blieben unter „offiziell anerkannten“ Grenzwerten und seien von daher ungefährlich für Mensch und Umwelt

Zur Unterstützung dieser Thesen bezahlen die großen multinationalen Firmen zahlreiche privaten Wissenschaftler und Laboratorien.

Gesundheitliche Indizien, Zusammenhänge und Fakten

Nur einige Zahlen zur aktuellen Belastungssituation!

- Gewässerschutz in Frankreich:

laut offiziellen Messungen enthalten 90% der französischen Gewässer (Flüsse, Seen ..) Pestizide, 2/3 der unterirdischen Wasserreserven.

- Belastung von Lebensmitteln (Gemüse, Obst) :

Rund 40% der in der EU analysierten Proben enthalten Pestizidrückstände in mehr oder weniger bedeutenden Mengen, 5-6% sogar über den offiziellen Grenzwerten. Manche Obst- und Gemüseprodukte werden mehr als 20 Mal pro Saison mit verschiedenen Pestiziden behandelt, je nach Mahlzeit können wir also Rückstände von 20 verschiedenen Pestiziden mit aufnehmen, von anderen chemischen Belastungen dieser Lebensmittel nicht einmal zu reden. Neben all der übrigen chemischen Giften und Umweltbelastungen, die wir tagtäglich zusätzlich aufnehmen.

- Belastung von konventionellen behandelten Trauben:

die Analyse einer in einem französischem Supermarkt gekauften Traube ergab kürzlich 16 unterschiedliche Pestizide, von denen 9 nachweislich krebserregend sind.

- Biozide im Haus

die Analysen zahlreicher luxemburgischer Häuser ergaben in den vergangenen Jahren immer wieder vielfältige Biozidbelastungen in Hausstaub- und Materialanalysen (DDT, PCP, Lindan, Pyrethroide usw.)

Pestizide und Biozide sind heute leider überall, leider auch in Blut- oder Fettanalysen bei uns Menschen anzutreffen, z.B. auch im Nabelschnurblut oder in der Plazenta, sodass Embryo und Föten schon negativ belastet werden.

Viele der Pestizidwirkstoffe sind dabei nachweisbar zelltoxisch, mutagen, missbildungsfördernd, krebserregend oder neurotoxisch!

Erst seit 5-10 Jahren wird von immer mehr Wissenschaftlern weltweit vor ihren hormonell wirksamen Eigenschaften ("perturbateurs endocriniens") schon in absolut niedrigen Konzentrationen gewarnt, vor allem in den ersten 2-3 Monaten der Schwangerschaft, wo Embryonen und Föten extrem empfindlich auf solche negativen hormonellen Einflüsse reagieren: in dieser sehr frühen Entwicklungsphase werden in der Tat das Gehirn, die Geschlechtsorgane sowie die Funktionsfähigkeit des Immunsystems ausgebildet, sodass hormonelle Entwicklungsstörungen in dieser frühen Phase zu Schäden in der Kindheit oder zu Krankheiten im späteren Leben führen können.

Zusammenhänge zwischen Pestizidbelastungen und anderen hormonell wirksamen Chemikalien mit Gesundheitsschäden sehen Wissenschaftler z.B. im Zusammenhang mit verminderter Fruchtbarkeit, sinkenden Spermienzahlen, Fehlentwicklungen der Hoden, Auftreten von Funktionsstörungen der Eierstöcke sowie Zellwucherungen an Eierstöcken (Endometriose). Auch für Fehlsteuerungen von Schilddrüsenhormonen und die Zunahme von Brust- Prostata- und Hodenkrebs können solche hormonell wirksamen Pestizide und Biozide mitverantwortlich sein.

Rezente Studien

Eine rezente „Meta-Studie“, die 83 wissenschaftliche Studien zusammenfaßt, zeigt bei 75 dieser Studien einen Zusammenhang zwischen Pestizidbelastungen und Krebs, hauptsächlich Lymphome und Leukämie, aber auch Brustkrebs, Krebs der Bauchspeicheldrüse, des Hirns, der Prostata und der Niere, bei Kindern vor allem Leukämie, wenn Eltern im Haus oder im Garten Pestizide oder Biozide versprüht hatten.

Schlußfolgerungen

Es bleibt gerade auch heute absolut notwendig, vor den Risiken von Pestiziden und Bioziden in allen Anwendungsgebieten zu warnen und den Einsatz dieser Stoffe so schnell und so weitgehend zu reduzieren und weitgehend zu verbieten. AKUT wird zusammen mit anderen NGOs auch in den kommenden Monaten und Jahren vor diesen Giften warnen!


Jean Huss
Präsident von AKUT

 

PCP

 

 

Gesundheitsschäden durch Pestizide und Biozide (Text aus dem Bulletin 1/2009 von Akut)

 

Pestizide werden in der Landwirtschaft, in den Gärten, der Forstwirtschaft und in öffentlichen Anlagen eingesetzt zum Schutz von Pflanzen vor Insekten, Schimmel, Bakterien, „Unkräutern“ usw. , Biozide , die giftige Wirkstoffe enthalten, werden in Häusern oder Gebäuden eingesetzt als Holzschutzmittel, Schädlingsbekämpfungsmittel oder Konservierungsmittel. Beiden gemeinsam ist der schädigende oder zerstörende Effekt auf die zu bekämpfenden Schädlinge oder Mikroorganismen. Der Einsatz beider chemischen Wirkstoffgruppen hat sich seit den 50ger Jahren des vorigen Jahrhunderts weltweit und immer massenhafter ausgebreitet, sodass diese Giftstoffe in der Zwischenzeit nicht nur Luft, Böden, Gewässer, Flora und Fauna belasten, sondern seit rund 20 Jahren zunehmend auch die menschliche Nahrungskette, und dies nicht erst von Geburt an, sondern schon während der Schwangerschaft. Schon Embryonen und Föten machen heute leider Bekanntschaft mit unterschiedlichen Dosen solcher Giftstoffe!

Die Verharmlosungsstrategien der Chemiekonzerne

Pestizide und Biozide gehören seit Jahrzehnten schon zu den gewinnträchtigen Branchen der chemischen Industrie und der Agrokonzerne. Hohe Renditen und Profite bringen es mit sich, daß die produzierenden Firmen ständig neue chemische Formulierungen auf den Markt bringen, die immer weiter Umwelt und Natur belasten und zu einem zunehmendem Schwund der Biodiversität führen. Und seit 15 – 20 Jahren wird von Wissenschaftlern und Umweltmedizinern auch immer eindringlicher vor einer Reihe von Gesundheitsschäden und Krankheiten gewarnt, nicht alleine bei professionellen Anwendern (Bauern, Winzer … ), sondern zunehmend auch in der Bevölkerung allgemein und schon bei Kindern.

Die Pestizid- und Biozidhersteller allerdings betreiben eine massive und knallhart durchorganisierte Strategie der Verharmlosung der Belastungen und Gesundheitsrisiken:

1. Zum ersten durch alleinige Betrachtung der Wirkweise von Einzelstoffen, obschon viele Pestizid- oder Biozidprodukte oftmals mehrere schädliche Giftstoffe enthalten („Cocktails“)

2. Zum zweiten, indem die Behauptung aufrechterhalten wird, die in Studien gefundenen Pestizidwerte in Wasser, Obst, Gemüse und beim Menschen blieben unter „offiziell anerkannten“ Grenzwerten und seien von daher ungefährlich für Mensch und Umwelt

Zur Unterstützung dieser Thesen bezahlen die großen multinationalen Firmen zahlreiche privaten Wissenschaftler und Laboratorien.

Gesundheitliche Indizien, Zusammenhänge und Fakten

Nur einige Zahlen zur aktuellen Belastungssituation!

- Gewässerschutz in Frankreich:

laut offiziellen Messungen enthalten 90% der französischen Gewässer (Flüsse, Seen ..) Pestizide, 2/3 der unterirdischen Wasserreserven.

- Belastung von Lebensmitteln (Gemüse, Obst) :

Rund 40% der in der EU analysierten Proben enthalten Pestizidrückstände in mehr oder weniger bedeutenden Mengen, 5-6% sogar über den offiziellen Grenzwerten. Manche Obst- und Gemüseprodukte werden mehr als 20 Mal pro Saison mit verschiedenen Pestiziden behandelt, je nach Mahlzeit können wir also Rückstände von 20 verschiedenen Pestiziden mit aufnehmen, von anderen chemischen Belastungen dieser Lebensmittel nicht einmal zu reden. Neben all der übrigen chemischen Giften und Umweltbelastungen, die wir tagtäglich zusätzlich aufnehmen.

- Belastung von konventionellen behandelten Trauben:

die Analyse einer in einem französischem Supermarkt gekauften Traube ergab kürzlich 16 unterschiedliche Pestizide, von denen 9 nachweislich krebserregend sind.

- Biozide im Haus

die Analysen zahlreicher luxemburgischer Häuser ergaben in den vergangenen Jahren immer wieder vielfältige Biozidbelastungen in Hausstaub- und Materialanalysen (DDT, PCP, Lindan, Pyrethroide usw.)

Pestizide und Biozide sind heute leider überall, leider auch in Blut- oder Fettanalysen bei uns Menschen anzutreffen, z.B. auch im Nabelschnurblut oder in der Plazenta, sodass Embryo und Föten schon negativ belastet werden.

Viele der Pestizidwirkstoffe sind dabei nachweisbar zelltoxisch, mutagen, missbildungsfördernd, krebserregend oder neurotoxisch!

Erst seit 5-10 Jahren wird von immer mehr Wissenschaftlern weltweit vor ihren hormonell wirksamen Eigenschaften ("perturbateurs endocriniens") schon in absolut niedrigen Konzentrationen gewarnt, vor allem in den ersten 2-3 Monaten der Schwangerschaft, wo Embryonen und Föten extrem empfindlich auf solche negativen hormonellen Einflüsse reagieren: in dieser sehr frühen Entwicklungsphase werden in der Tat das Gehirn, die Geschlechtsorgane sowie die Funktionsfähigkeit des Immunsystems ausgebildet, sodass hormonelle Entwicklungsstörungen in dieser frühen Phase zu Schäden in der Kindheit oder zu Krankheiten im späteren Leben führen können.

Zusammenhänge zwischen Pestizidbelastungen und anderen hormonell wirksamen Chemikalien mit Gesundheitsschäden sehen Wissenschaftler z.B. im Zusammenhang mit verminderter Fruchtbarkeit, sinkenden Spermienzahlen, Fehlentwicklungen der Hoden, Auftreten von Funktionsstörungen der Eierstöcke sowie Zellwucherungen an Eierstöcken (Endometriose). Auch für Fehlsteuerungen von Schilddrüsenhormonen und die Zunahme von Brust- Prostata- und Hodenkrebs können solche hormonell wirksamen Pestizide und Biozide mitverantwortlich sein.

Rezente Studien

Eine rezente „Meta-Studie“, die 83 wissenschaftliche Studien zusammenfaßt, zeigt bei 75 dieser Studien einen Zusammenhang zwischen Pestizidbelastungen und Krebs, hauptsächlich Lymphome und Leukämie, aber auch Brustkrebs, Krebs der Bauchspeicheldrüse, des Hirns, der Prostata und der Niere, bei Kindern vor allem Leukämie, wenn Eltern im Haus oder im Garten Pestizide oder Biozide versprüht hatten.

Schlußfolgerungen

Es bleibt gerade auch heute absolut notwendig, vor den Risiken von Pestiziden und Bioziden in allen Anwendungsgebieten zu warnen und den Einsatz dieser Stoffe so schnell und so weitgehend zu reduzieren und weitgehend zu verbieten. AKUT wird zusammen mit anderen NGOs auch in den kommenden Monaten und Jahren vor diesen Giften warnen!


Jean Huss
Präsident von AKUT

   

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