Mercredi Juin 21 , 2017
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Akut

Chimiques

Sind umweltfreundliche Farben unproblematisch?

In den letzten Jahren haben sich die sogenannten umweltfreundlichen oder “biologischen” Farben und Lasuren zunehmend gegen die klassischen Lösemittel-haltigen Farben,  Lasuren oder Lacke durchgesetzt.

Zu den umweltfreundlichen oder biologischen Produkten gehören in erster Linie Dispersionsfarben und –lacke, sowie Naturfarben und –lasuren. Bei diesen Produkten werden die klassischen leichtflüchtigen organischen Lösemittel oder VOC (volatile organic compounds) entweder durch das Lösemittel Wasser – bei wasserlöslichen Dispersionsfarben - oder aber durch natürliche Öle, den sogenannten Terpenen ersetzt.

Allerdings sind diese Produkte nicht unproblematisch und können mitunter zu einer monatelangen oder gar Jahre andauernden Belastung der Raumluft beitragen.

Dispersionsfarben

Als Lösemittel wird bei diesen Produkten Wasser eingesetzt. Da jedoch Wasser nicht die gleichen technischen Eigenschaften besitzt wie die klassischen VOC, werden zusätzliche Additive beigemengt, um dieses Manko auszugleichen, so zum Beispiel Verdunstungshemmer, Bindemittel, Emulgatoren oder Entschäumer. Da Wasser zusätzlich Schimmelpilzwachstum begünstigt werden außerdem Fungizide und Topfkonservierer (Isothiazolinone) eingesetzt. Häufig sind diese Zusatzstoffe giftiger als die ursprünglich verbannten VOC. Außerdem dürfen diese Farben immerhin noch bis zu 16 Prozent an aliphatischen VOC enthalten. Die als Verdunstungshemmer eingesetzten Glykolether sind weniger leichtflüchtig als die klassischen Lösemittel, so daß sie nur allmählich aus der gestrichenen Farbe ausgasen und in die Raumluft übergehen. Dadurch kommt es bei Dispersionsfarben entsteht im Gegensatz zu den ursprünglichen VOC, die nach zwei Wochen praktisch vollständig aus der Fabre diffundiert sind, zu einer monatelangen oder gar jahrelangen Belastung der Raumluft durch Glykolether welche im Vergleich zu Lösemitteln wie Toluol oder Testbenzin zudem noch weitaus toxischer sind.

Naturfarben und –lasuren

Naturfarben fallen meist durch ihren angenehmen Duft nach Zitronen (Limonen), Kiefernholz (?- & ?-Pinen) oder anderen Pflanzenessenzen (?-3-Caren) auf. Verantwortlich für diese Aromen sind so genannte Terpene die in Naturfarben oder –lasuren als Lösemittel enhalten sind. Leider sind diese Terpene auch wenn sie angenehm riechen nicht unbedenklich und können durchaus allergieserende Wirkungen entfalten. Limonen steht sogar im Verdacht auf krebserregende Wirkung.

Als Beispiel sei an dieser Stelle der Fall eines deutschen Kindergartens aus dem Jahre 1996 erwähnt,  in dem ein Jahr nach einer Renovierung inklusive Anstrich mit “Biofarben” die Kindergärtnerinnen und die Kinder sich über Reizungen der Nase , der Augen und der Haut beschwerten. Messungen durch die Materialprüfanstalt der Universität Stuttgart ergaben deutlich erhöhte Raumluftbelastungen durch Terpene, insbesondere durch Limonen(48 µg/m³) und alpha-Pinen (36 µg/m³). Erst nach einer umständlichen Sanierung konnten die Klassenräume wieder beschwerdefrei genutzt werden.

Eine weitere Studie der Materialprüfanstalt der Uni Stuttgart verglich die Raumluftkonzentrationen an Terpenen in konventionell gebauten (K1-K5) und alternativ gebauten  Gebäuden (A1-A5) im Jahre 1996.

Dabei waren die alternative gebauten und demnach mit Naturfarben gestrichenen Gebäude weitaus starker mit Terpenen belastet als die konventionell gebauten.

In sämtlichen fünf untersuchten alternativen Gebäuden war allein schon aufgrund der Terpene, der Richtwert für alle VOC zusammen (300 µg/m³) überschritten, während vier der konventionell gebauten Gebäuden deutlich unterhalb diesem Richtwert lagen.

Ein weiteres Problem bei manchen Naturfarben sind die verschiedenen Aldehyde, allen voran das Formaldehyd, das Hexanal, das Propanal oder das Nonanal . diese Schleimhaut- und Augen-reizenden Stoffe sind zwar in dem Farbprodukt nicht enthalten , entstehen jedoch infolge einer Reaktion der in den Farben enthaltenen pflanzlichen Fettsäuren mit dem Sauerstoff der Raumluft, wodurch die Aldehyde entstehen. Dieser Oxydationsprozess kann über Monate und Jahre andauern wie die Messungen nach einer Renovierung durch die Arbeitsgemeinschaft ökologischer Forschung  (AGÖF – Köhler 200) verdeutlichen. Erst fünf Jahre nach der Renovierung fielen die Messwerte unter  den Richtwert für VOC von 300 µg/m³.

Mineralfarben

Reine Mineralfarben, das heißt ohne organische Zusätze, sind im Prinzip unproblematisch, das heißt sie geben keine Schadstoffe an die Raumluft ab. Zudem sind sie unempfindlich gegenüber Schimmelpilzen, da diese organisches Substrat als Nahrung benötigen.  Schließlich sind sie offenporig und wasserdampfdurchlässig und somit atmungsaktiv und können auf diese Art und Weise zu einem gesunden Raumklima beitragen. Zu den Mineralfarben gehören beispielsweise Silikatfarben (nicht auf Gipsputz), Lehmfarben oder Kalkfarben. Nachteil dies Farben: der Untergrund muss offenporig sein und die Farbe aufnehmen können, PVC-Tapeten oder Glasfasertapeten können demnach nicht mit Mineralfarben überstrichen warden. Auch zum Überstreichen eines alten filmbildenden Anstrichs bei einer Renovierung eignen sich die Mineralfarbe nnicht. Auf keinen Fall sollte ein Voranstrich durch eine Grundierung erfolgen, da dieser die positiven Eigenschaften des Mineralanstriches zunichte macht.

Fazit

Die richtige Wahl der Farbe hängt letztendlich von der Raumnutzung, dem zu streichenden Untergrund sowie dem Anspruch an den Anstrich ab und sollte demnach im Einzelfall entschieden werden. Pauschal  muss vor einem allzu sorglosen Einsatz mit Naturfarben oder –lasuren abgeraten werden. Dispersionsfarben stellen aufgrund der Glykolether keine biologische Alternative dar.

Und schließlich stinken klassische lösemittelhaltige Farben und Lacke zwar anfangs , das heißt unmittelbar nach dem Anstrich sehr stark und geben dementsprechend hohe Schadstoffkonzentrationen an die Raumluft ab. Allerdings sind die VOC demnach auch schnell verflogen, so dass nach zwei bis drei Wochen praktisch keine Raumluftbelastung mehr durch diese Farben festgestellt werden kann. Somit stellen auch diese konventionellen Farben eine Alternative dar, zumindest bei einem Neubau, den die Bewohner erst zu einem späteren Zeitpunkt, das heißt einige Wochen nach dem Anstrich beziehen

 

Ralph Baden

(Diplombiologe, Baubiologe).

2008

 

Permethrin im Holzlack

Daß der erste Schritt in der Umweltmedizin der Expositionsstopp, das heißt die möglichst vollständige Vermeidung jeglicher Schadstoffe umfasst (Expositionsstopp) verdeutlicht folgendes Fallbeispiel:

Seit dem Herbst 2005 beklagte sich eine Frau, Mitte Vierziger über gesundheitliche Beschwerden, nachdem sie, teilweise zusammen mit ihrem Mann, diverse Holzmöbel mit einem Holzlack gestrichen hatte. Die Beschwerden begannen unmittelbar im Anschluss an diese Malerarbeiten.  Die beschriebenen Symptome waren ständige Übelkeit und Erbrechen, Kribbeln der Arme und Beine sowie abwechselnde Hitze- und Kältegefühl und hielten über Monate an.

Da der Beginn der Beschwerden mit dem Zeitpunkt des Einsatzes des Holzlackes korrelierte, fiel der Verdacht natürlich auf den Holzlack, zumal die beschriebenen Symptome einer chronischen Belastung durch Holzschutzmittel entsprachen. Insbesondere das Kribbeln der Gliedmaßen (“Ameisen in den Händen und Füssen”) wird in der Literatur im Zusammenhang mit Permethrin, einem Holzschutzmittel der Familie der Pyrethroide beschrieben. Um die Belastung der Raumluft festzustellen, wurden Staubproben in den Wohn- und Schlafräumen genommen und anschließend chemische Analysen im Labor durchgeführt. Andererseits wurde über den Hersteller des Holzlackes ein EU-Sicherheitsdatenblatt vom betreffenden Produkt angefordert, in welchem, mit Ausnahme der Flammschutzmittel auf Phosphorsäureesterbasis, sämtliche im  Produkt enthaltene Wirkstoffe aufgelistet sein müssen.

Laut Sicherheitsdatenblatt und technischem Merkblatt vom April 2005 waren in dem betreffenden Holzlack die Wirkstoffe Cypermethrin, Propiconazol und Tebuconazol sowie IPBC (ein Carbamat) enthalten um eine Wirkung als Insektizid (gegen Insekten), Fungizid (gegen Schimmelpilz) und Termitenmittel (gegen Termiten) zu erreichen.

Die Staubanalysen sowie die anschließend durchgeführten Analysen des Holzlackes (Restbestand der Farbe) und des mit Holzlack gestrichenen Schrankes ergaben jedoch ein anderes Bild: anstelle des Cypermethrins beinhaltete das Produkt Permethrin; während das Produkt, wie auf dem Sicherheitsdatenblatt angegeben, Propiconazol enthielt, wurden in den Produktproben kein Tebuconazol gefunden. Außerdem enthielt der Holzlack zusätzlich ein Flammschutzmittel der Familie der Phosphorsäureester (TBEP), welches auf dem Sicherheitsdatenblatt nicht vermerkt werden muss. TBEP wird in Pflegeprodukten häufig als Weichmacher, als “Glänzer” oder als rutschhemmendes Mittel eingesetzt. Phosphorsäureester sind als Atemwegs- und Nervengifte bekannt. Typische Symptome sind Augenbrennen, Hals- und Schleimhautbeschwerden oder Hautausschläge sowie Müdigkeit, Antriebslosigkeit und erhöhte Infektanfälligkeit.

Als Sanierungsmaßnahme wurde demzufolge empfohlen, sämtliche mit Holzlack behandelte Möbel und Gegenstände unverzüglich zu entfernen. Aufgrund der relativ rezenten Applikation konnten Sekundarkontaminationen der übrigen offenporigen Möbel und Einrichtungsgegenstände ausgeschlossen werden.

Nichtsdestotrotz entschieden sich die Bewohner die Wohnung zu wechseln und umzuziehen. Da die neue Wohnung jedoch noch nicht bezugsfertig war, zog das Ehepaar vorübergehend ins Elternhaus der Frau. Während dieser Zeit besserten sich die Beschwerden kontinuierlich, nach einigen Wochen war die Frau weitgehend beschwerdefrei.

Nachdem das Ehepaar dann die neue Wohnung bezogen hatte stellten sich die gleichen Symptome wieder ein, allerdings vornehmlich nachts und morgens früh. Daraufhin wurde die Schaumstoffmatratze (die auch schon in der ersten Wohnung benutzt wurde) anhand einer Materialprobe analysiert.

Diesen Ergebnissen zufolge war die Matratze ebenfalls mit dem fettlöslichen Permethrin ausgerüstet, so dass die Frau jede Nacht über die Atmung aber auch über den direkten Hautkontakt dem Atemwegs- und Nervengift Permethrin ausgesetzt war. Nach dem Auswechseln der Bettmatratze (die Frau griff auf die Matratze des Elternhauses zurück) stabilisierte sich der Zustand und die Beschwerden ließen zum großen Teil nach.

Der vorliegende Fall verdeutlicht die Wichtigkeit des absoluten Expositionsstopps. Erst im Anschluss daran kann eine umweltmedizinische Betreuung sinnvoll und erfolgreich sein, ein Rückfall ausgeschlossen werden.

 

Ralph Baden

(Diplombiologe, Baubiologe)

2008

 

Linoleumfußböden, ein wohngesunder Bodenbelag ?

In großen Zügen mag das auch stimmen, allerdings beinhaltet Linoleum auch einige baubiologische Nachteile die sich durchaus als gesundheitliche Beeinträchtigung zumindest bei sensiblen Bewohnern herausstellen können.

Linoleum wurde Mitte des 19. Jahrhunderts als Bodenbelag entwickelt. Der Name setzt sich aus den lateinischen Bezeichnungen für Leinöl (linum und oleum) zusammen, das die Hauptkomponente des Linoleums ist.

Hauptbestandteile des Linoleums sind Leinöl (aus den Samen der Flachspflanze), Naturharze (meist aus Fichten), Holzmehl und Kork, Titandioxid und Farbstoffen. Das Leinöl wird unter dem Einfluss von Sauerstoff oxidativ polymerisiert. Die so gewonnene Paste wird auf einen Jutefaser-Rücken aufgewalzt und anschließend bei 70-80 Grad getrocknet.

Positive Eigenschaften

Linoleum hat gute schallhemmende und wärmeisolierende (fußwarm) Eigenschaften. Außerdem ist es mechanisch beanspruchbar (z.B. Stuhlrollen von Bürostühlen), verschleiß- und rutschfest. Linoleum ist ebenfalls sehr widerstandsfähig gegen über Fetten, Ölen und Teer. Linoleum ist von sich aus schwer entflammbar, so dass auf die Beigabe von brandhemmenden Mitteln verzichtet werden kann. Bodenbeläge aus Linoleum sind von Natur aus leicht fungizid und bakterizid, so dass Bakterien oder Schimmelpilze nicht so schnell auf Linoleumbelägen wachsen.

Schließlich sind Linoleumböden in der Regel auch preisgünstig.

Zu den baubiologischen Vorteilen zählen einerseits die antistatischen Eigenschaften (keine elektrostatische Aufladung) und andererseits das Fehlen von Schadstoff-haltigen Ausgangsstoffen, so dass im Prinzip kein Risiko einer Raumluftbelastung besteht. Allerdings zählen diese Eigenschaften nicht für alle Linoleumböden, da viele Linoleumbeläge mit einer  Oberflächenversiegelung ausgerüstet sind.

Negative Eigenschaften

Frisch verlegter Linoleumboden entwickelt häufig zumindest vorübergehend einen relativ starken Eigengeruch, der von sensiblen Bewohnern als Geruchsbelästigung empfunden wird. Ursache dieses Geruchs sind meist verkürzte Lagerzeiten, weil der Trocknungsprozess den Herstellern zu langwierig und kostspielig ist. Dabei emittieren aus den Linoleumbelägen geringe Mengen an Aldehyden (Acrolein, Hexanal,…), die
einerseits einen sehr intensiven Geruch bilden (typischer Linoleumgeruch) und andererseits ähnlich dem Formaldehyd Schleimhautreizungen und Allergien verursachen können. Auch die eingesetzten Naturharze (Kolophonium) können bei empfindlichen Personen allergische Symptome auslösen.

Aus diesem Grund werden die Linoleumböden häufig mit einer Oberflächenbeschichtung ausgerüstet , die die Poren schließt und so eine Ausdünstung von Geruchsstoffen unterbindet. Die baubiologischen Eigenschaften wie beispielsweise das antistatische Verhalten werden

zerstört, der Bodenbelag kann sich elektrostatisch aufladen. Außerdem enthalten die Oberflächenbeschichtungen chemische
Schadstoffe, die sie an die Raumluft abgeben können. Als Oberflächenbeschichtungen werden Polyacrylate und Polyurethane (Schleimhaut-reizende Isocyanate) eingesetzt. Häufig werden auch Flammschutzmittel auf Phosphorsäurester-Basis, vornehmlich TBEP beigefügt um eine glänzende Oberfläche zu erhalten. Diese Flammschutzmittel sind toxikologisch äußerst bedenklich und
belasten die Raum- und somit die Atemluft nachweislich.

Demzufolge sollten auf Oberflächenbeschichtungen bei Linoleumböden verzichtet werden. Außerdem sollte ein Belagmuster des
ausgesuchten Linoleumbodens durch Laboranalysen auf Flammschutzmittel, insbesondere TBEP und auf Formaldehyd hin überprüft
werden.

Problematisch erweisen sich ebenfalls Fertigböden aus Linoleum. Dabei handelt es sich um auf Hartfaserplatten aus Holz geklebte Linoleumbeläge. Aufgrund der verwendeten Kleber  können solche Linoleum-Fertigböden einen erhöhten Gehalt an Formaldehyd
aufweisen und so zu einer Raumluftbelastung durch Formaldehyd beitragen.

Auch die Kleber mit denen der Linoleumboden an den Fußboden verklebt wird können zu Raumluftbelastungen beitragen.

Fazit

Linoleumböden bilden demnach eine preisgünstige Variante mit einer sehr großen Vielfalt an Farben, Mustern und Strukturen. Zumindest für empfindliche Personen können Linoleumbeläge jedoch aufgrund des typischen Geruches sowie der über lange Zeit währenden Ausdünstungen von Schadstoffen äußerst problematisch sein. Aus diesem Grund ist Linoleum aus baubiologischer Sicht nur
beschränkt zu empfehlen. Vorsicht ist ebenfalls in Bezug auf eventuelle Zusatzchemikalien in Beschichtungen, tragende Unterschichten oder Kleber geboten.

Ralph Baden,  Diplombiologe, Baubiologe

2007

 

Insektensprays und Elektroverdampfer  gegen Stechmücken und Ungeziefer  keineswegs unbedenklich für den Menschen!

Mit der warmen Jahreszeit steigt auch wieder die Plage von Stechmücken, Ameisen  und zahlreichen anderen blutsaugenden, stechenden oder einfach nur lästigen Insekten. Demnach steigt dann auch wieder der Einsatz von Insektenmitteln in Form von Sprays, Elektroverdampfern oder anderen Vernebelungsaktionen. Eingesetzt werden in erster Linie Pyrethroide wie Pyrethrum, Permethrin, Allethrin, Cyfluthrin oder Cypermethrin. Außerdem enthalten solche Produkte auch häufig die Substanz Chlorpyrifos. Als Wirkungsverstärker wird zudem häufig ein weiteres Gift zugesetzt, das Piperonylbutoxid.

Pyrethroide, natürliche Wirkstoffe ?

Den Herstellern zufolge handelt es sich bei den Pyrethroiden um natürliche Insektengifte, die nach wenigen Stunden oder Tagen abgebaut werden und somit keine Gefahr für Mensch und Haustier darstellen. So wird der Wirkstoff Pyrethrum sowie die anderen Pyrethroide in den Gebrauchsanweisungen als allgemein rasch zersetzlich beschrieben. Auch nach Anwendung von Chlorpyrifos wird davon ausgegangen, dass die Räume bereits nach wenigen Tagen nur noch geringe Belastungen aufweisen. In Wirklichkeit handelt es sich lediglich bei dem Wirkstoff Pyrethrum um ein natürliches Gift, das in den Chrysanthemenblüten vorhanden ist. Unter dem Einfluss von ultravioletten Strahlen des Sonnenlichts zersetzt sich das Pyrethrum relativ schnell (innerhalb von mehreren  Tagen). Allerdings stimmt dies nicht mehr in Innenräumen, da hier die ultravioletten Strahlen der Sonne nicht hineinreichen, so dass mit wesentlich längeren Abbauzeiten (mehrere Monate) zu rechnen ist. Die übrigen Pyrethroide Permethrin, Allethrin, Cyfluthrin oder Cypermethrin sind zwar dem natürlichen Pyrethrum nachempfunden werden jedoch allesamt technisch, das heißt chemisch hergestellt. Dabei werden sie chemisch verändert um eine Langzeitwirkung zu erzielen, die Substanzen werden  persistent und können demnach nicht mehr im menschlichen Organismus abgebaut werden. Da sie außerdem fettlöslich sind, werden sie im Fettgewebe des Körpers angereichert und tragen somit zu einer chronischen Vergiftung bei. Auch in der Raumluft werden diese Schadstoffe nicht abgebaut.

In der Praxis belegen Studien, dass Pyrethrum noch nach Monaten, Chlorpyrifos oder synthetische Pyrethroide wie Permethrin und Allethrin noch nach Jahren in Wohnungen nachweisbar sind. Auch der Wirkungsverstärker Piperonylbutoxid trägt zu einer jahrelangen Belastung der Raumluft bei.

 

Gesundheitliche Auswirkungen von Pyrethrum, Pyrethroiden, Chlorpyrifos und Piperonylbutoxid

Chlorpyrifos ist ein Insektizid, mit Berührungs-, Fraß- und Atemwirkung. Demnach wird es vor allem in Insektensprays und in Köderdosen verwendet. Chlorpyrifos gehört zur Gruppe der Phophorsäureester und wirkt als Nervengift (Cholinesterasehemmer). Aufgrund seiner Giftigkeit für Warmblütler ist von einem Einsatz von Chlorpyrifos im Innenbereich abzuraten.

Pyrethrum, Permethrin, Allethrin, Cyfluthrin oder Cypermethrin gehören zur Gruppe der Pyrethroide. Dabei handelt es sich um eine Gruppe von chemischen Verbindungen die dem natürlichen Insektizid Pyrethrum ähneln, das aus

Chrysanthemen gewonnen wird. Bei den Pyrethroiden handelt es sich jedoch um synthetische Substanzen, die wesentlich stabiler und langlebiger als das natürliche Pyrethrum sind.

Eine chronische Belastung durch Pyrethroide kann das Nervensystem schädigen. Symptome sind Juckreiz, Kribbeln der Gliedmaßen, Taubheitsgefühl, Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Abgeschlagenheit, depressive Zustände oder eine Überempfindlichkeit der Atemwege. Außerdem kann der Hautkontakt mit Pyrethroiden zu allergischen Reaktionen führen

Piperonylbutoxid wird als Wirkungsverstärker für Pyrethroide wie zum Beispiel Permethrin eingesetzt. Es handelt sich um eine Substanz, die allein zwar keinen bioziden  Effekt hat, die insektenabtötende und somit giftige Wirkung der Pyrethroide jedoch noch weiter verstärkt.

Fazit

Demnach ergeben sich durch den Einsatz von handelsüblichen Präparaten zur Bekämpfung von Insekten, wie sie vielerorts im Sommer eingesetzt werden entgegen der allgemeinen Auffassung, dass die Innenräume nach wenigen Tagen oder Wochen wieder schadstofffrei sind, eine Belastung der Raumluft die über viele Monate bis Jahre hinweg andauern kann. Gefährdet sind insbesondere Kleinkinder, da diese kontaminierte Gegenstände und Spielzeuge in den Mund nehmen. Aber auch Erwachsene atmen die giftigen Wirkstoffe ein und reichern sie im Organismus an, da die Wirkstoffe in der Regel fettlöslich und nicht abbaubar sind. Werden die Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen jährlich wiederholt, so entsteht eine Innenraumbelastung die sich praktisch nicht von einer Belastung durch Motten-behandelte Teppiche oder Insekten-behandelte Holzbalken unterscheidet.

Alternativen

Als Alternativen eignen sich einerseits so genannte „Repellents“, das heißt Wirkstoffe die aufgrund ihres Geruchs Insekten abweisen, wie beispielsweise ätherische Öle (Eucalyptusöl, Citronellöl, Lavendelöl, Nelkenöl,...).  Leider sind diese Mittel nicht ganz so wirkungsvoll wie die insektiziden (Insekten tötende) Substanzen.

Eine andere sehr wirkungsvolle Methode sind mechanische Insektengitter, die in den Fenster- oder Türrahmen befestigt werden und so auf völlig ungiftige Weise das Eindringen von Insekten verhindern.

Ultraschall-Geräte verwenden einen für den Menschen nicht hörbaren Ton (Ultraschall), der die Insekten abstößt, so dass sie nicht in den Raum hineinfliegen.

Köderfallen oder Klebefallen enthalten Lockduftstoffe und Sexuallockstoffe, sogenannte Pheromone und locken so die Insekten in eine Leimfalle in der sie dann festkleben.

Ultraviolett-Lichtfallen ziehen die Insekten durch das UV-Licht an (vor allem nachts) und versetzen ihnen einen tödlichen Stromstoß.

Demnach existieren diverse, für den Menschen harmlose Abwehrmethoden, die vielleicht im Einzelnen nicht so wirkungsvoll wie die giftigen chemischen Wirkstoffe sind, kombiniert jedoch einen durchaus vorweisbaren Effekt erzielen. Es muss demnach nicht die chemische Keule sein, die zwar die Insekten effektiv vernichtet, jedoch zu einer langfristigen Belastung der Raumluft und somit des Menschen im Raum bewirkt.

Ralph Baden
Diplombiologe, Baubiologe

2006

 

 

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Hautes Fréquence

Mobilfunk

WLAN - WIFI - DECT-Telefone - Tetra

Was ist das?

Mobilfunk, Wifi, WLan, DECT-Telefone, Router, Tetra funktionieren mit hochfrequenten gepulsten elektromagnetischen Wellen.

Welche Gefahren gehen davon aus?

Durch Mobilfunk können Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen, Entwicklungsstörungen (bei Menschen, Tieren Pflanzen), Leistungsabfall, Unfruchtbarkeit und verschiedene weitere Symptome auftreten. Langzeiteffekte durch diese neue gepulste Technik sind zur Zeit unbekannt und nicht abschätzbar.

Mobilfunk steht im Verdacht die Tumorbildung zu verstärken oder auch auszulösen. Handystrahlung wird als potentiell krebserregend eingestuft (verursacht Hirntumore und Ohrenkrebs).

Tips zum Umgang mit Mobiltelefonen:

Mobiltelefone sind aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Fast jeder besitzt eins, fast jeder benutzt dies täglich und trägt es überall mit sich.

Von diesen Geräten geht jedoch, je nach Gerät, mehr oder weniger Strahlung aus, die sich negativ auf die Gesundheit von Mensch und Tier auswirken kann.

Genau deshalb ist ein vernünftiger Umgang mit diesen Geräten so wichtig.

Im Folgenden einige Punkte, die Sie beachten sollten.

  1. 1.Bevorzugen Sie Headsets oder SMS

 

  1. 2.Begrenzen Sie die Anzahl Ihrer Telefonate und die Dauer der Gespräche

 

  1. 3.Achten Sie darauf, dass der SAR-Wert Ihres Mobiltelefons so niedrig wie möglich ist. (www.handywerte.de)

 

  1. 4.Tragen Sie das Mobiltelefon nicht in Höhe des Herzens oder Genitalbereichs

 

  1. 5.Schwangere sollten das Mobiltelefon nicht in der Nähe Ihres ungeborenen Kindes tragen

 

  1. 6.Kinder unter 8 Jahren sollten keine Handys und Schnurlostelefone benutzen. Kinder über 8 Jahren sollten ein Mobiltelefon nur im Notfall benutzen und nur im ausgeschaltetem Zustand bei sich tragen.

 

  1. 7.Während des Schlafens sollte das Mobiltelefon mehr als 50 cm von Ihrem Kopf entfernt liegen. Am besten schalten Sie das Mobiltelefon aus oder nehmen es gar nicht erst mit ins Schlafzimmer.

 

  1. 8.Legen sie kein eingeschaltetes Mobiltelefon in den Kinderwagen oder das Kinderbettchen. Verzichten Sie auch auf Funk-Babyphone.

 

  1. 9.Telefonieren Sie nicht im Zug oder im Auto mit dem Mobiltelefon, da die Metallhülle des Fahrzeugs die Strahlung erhöht. Auch im Keller strahlt das Mobiltelefon stärker.

 

Herkömmliche DECT-Telefone strahlen dauernd (Basisstation); nicht nur während des Telefonierens. Auf solche Geräte sollte prinzipiell verzichtet werden. „Intelligente“ DECT-Telefone senden nur bei einem Telefonat und auch nur mit der notwendigen Leistung.

WLan und Wifi sollten nachts oder wenn nicht in Gebrauch ausgeschaltet werden.

Die deutsche Regierung rät generell vom Einsatz schnurloser Geräte im Privatbereich ab.

 

 

"Die potentielle Gefahr elektromagnetischer Felder und ihre Auswirkungen auf die Umwelt"

Bericht für die parlamentarische Versammlung des Europarates (Conseil de l'Europe) in Strasbourg

Doc. 12613

Das Dokument kann eingesehen werden auf der Seite des Conseil de l'Europe in Strasbourg: http://assembly.coe.int/DefaultF.asp

 

 

 

Esmog

Was ist das?

Unter dem umgangssprachlichen Ausdruck „Elektrosmog“ versteht man alle elektrischen, magnetischen und elektromagnetischen Felder, die von einem technischen Bauteil oder Energieversorger ausgehen können. Unterschieden wird zwischen Niederfrequenz, 50 Hz Elektroinstallationen und Hochfrequenz.

  • elektrische Wechselfelder / Niederfrequenz

Elektrische Wechselfelder entstehen durch elektrische Spannungen in Installationen, Kabeln, Geräten, Steck- und Verteilerdosen mit Netzanschluss, wenn gar kein Strom fließt, das heißt, kein Verbraucher eingeschaltet ist.

Leitfähige Bauteile, Feuchtigkeit, Alufolien und Metallanteile des Bettes selbst beeinflussen die Feldintensität. Typische Verursacher sind ungeerdete Nachttischlampen, Radiowecker, Verlängerungskabel, sowie lektrische Geräte im Bettbereich (Heizung von Wasserbetten, selbst wenn sie ausgeschaltet sind).

  • magnetische Wechselfelder / Niederfrequenz

Magnetische Wechselfelder entstehen durch fließenden Strom in Kabeln, Geräten und Installationen, immer wenn Verbraucher eingeschaltet sind.

Magnetische Wechselfelder sind um so größer, je mehr Strom fließt oder je größer der Abstand zwischen den Phasen von hin- und rückführendem Strom ist. Typische Verursacher sind Radiowecker, Fernsehgeräte im Standby, Trafos von Halogenlampen, Ladegeräte für Mobilfunkgeräte, Wasserbetten (Heizung).

  • elektromagnetische Wellen / Hochfrequenz

Elektromagnetische Wellen entstehen hauptsächlich durch Sender, aber auch durch elektr. Geräte. Sie sind bekannt als Radio- und Fernsehwellen oder als UKW-, Kurz-, Lang-, Mittel- und Mikrowellen sowie als Radar und Funk.

  • gepulste Hochfrequenz

Typischer Verursacher ist der Mobilfunk. Dieses Thema wird in einem eigenen Flyer gesondert behandelt.

 

  • elektrische und magnetische Gleichfelder

Elektrische Gleichfelder (Elektrostatik; Ladung durch Reibung) und magnetische Gleichfelder (Erdmagnetfeld, geschweißte Metallteile) nehmen eine Sonderstellung ein und werden hier nicht weiter behandelt.

Welche Gefahren gehen von „Elektrosmog“ aus?

Mögliche Gefahren sind: Schlafstörungen, gestörte Erholungsphase im Schlaf, Einwirkung auf verschiedene Hormonabläufe, erhöhte Leukämieanfälligkeit, Krebsrisiko, Immunschwächung, Kopfschmerzen, Reaktionsverzögerungen, Depressionen, Herz- und Kreislaufstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten, Gedächtnisschwund, …

was kann ich dagegen tun?

Zum Beispiel können Geräte, die nicht genutzt werden, mittels Freischalter ausgeschaltet werden. Schlafzimmer können mit Netzfreischaltern nachgerüstet werden (Messungen sollten allerdings im Vorfeld durchgeführt werden). Als Nachttischlampe sollten geerdete Produkte bevorzugt werden. Wer nicht auf eine kabellose Internetverbindung verzichten möchte, sollte das W-Lan-Modul über Nacht ausschalten. Handys sollten nicht während des Schlafens auf dem Nachttisch aufgeladen werden. Radiowecker sollten über Batterie betrieben werden. Wasserbetten nachts von der Steckdose trennen. In Neubauten sollten verdrillte Kabel verwendet werden.

 

Flyer "Elektrosmog" runterladen:

https://www.dropbox.com/s/9pxk6lz0lrf7ue0/Elektrosmog.pdf

 

 

"Die Gefahr elektromagnetischer Felder und ihre Auswirkung auf die Umwelt"

Bericht für die parlamentarische Versammlung des Europarates (Conseil de l'Europe) in Strasbourg

Doc. 12613

Das Dokument kann eingesehen werden auf der Seite des Conseil de l'Europe in Strasbourg: http://assembly.coe.int/DefaultF.asp

 

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Moisissures

Was sind Schimmelpilze?

 

Die rund 100.000 verschiedenen bekannten Pilzarten unterteilen sich in drei Gruppen: Schimmelpilze bilden die mit Abstand größte Gruppe. Daneben gibt es noch Hefepilze sowie Hautpilze. Die meisten Schimmelpilze sind nützlich für Mensch und Natur und zersetzen Aas oder fermentieren Milchprodukte zu Käse. Schimmelpilze spielen eine wichtige Rolle bei Gärungsprozessen, im Kompost, bei der Müllverarbeitung oder gar bei der Herstellung von Medikamenten wie Penicillium. Lediglich etwa 100 Arten sind hochgradig gesundheitsgefährdend für den Menschen.

 

Wo kommen Schimmelpilze vor?

Schimmelpilze brauchen zum Leben Feuchtigkeit und einen geeigneten Nährboden. Als Nährboden kommen alte organischen Materialien in Frage. Im Haus sind das Tapeten und Tapetenkleister, Farben, Holz, Papier, Textilien, Kunststoffe und Gummi, Wandputz, Leder, Staub, Blumenerde aber auch mineralische Baustoffe, bei denen carbonathaltige Materialien abgebaut werden.

 

Wachstumsfaktor Feuchtigkeit!

Wichtigster Wachstumsfaktor für die Pilze ist die Feuchtigkeit des Nährbodens. Die Feuchtigkeitsbildung in Wohnräumen entsteht einerseits durch die Nutzung des Gebäudes (Defekte an Wasserleitungen oder an Haushaltsgeräten, Duschen, Wäsche trocknen, Luftbefeuchter, ...) und andererseits durch die Beschaffenheit des Gebäudes selbst (Wärmebrücken, undichte Fenster, Türen, Dächer, Mauern Restfeuchte beim Neubau durch Baustoffe wie Gips, Mörtel, Beton, Estrich, ...). In einem Vier-Personen-Haushalt entsteht allein durch die Nutzung des Gebäudes pro Woche etwa eine Badewanne voll Wasser.

Probleme mit Schimmelpilzen entstehen wenn diese Feuchtigkeit nicht aus dem Gebäude entweichen kann, weil diffusionsdichte Materialien als Dämmung eingesetzt wurden, die Fenster aus luftdichtem Kunststoff oder Aluminium sind und wenn zusätzlich kein Luftaustausch stattfindet, das heißt wenn zu wenig gelüftet wird.

 

Was bewirken Schimmelpilze beim Menschen?

Schimmelpilze können die Gesundheit des Menschen auf verschiedene Art und Weise gefährden:

Mykosen sind Erkrankungsformen durch direkten Kontakt mit dem Pilz. Betroffen sind die Haut, die Augen, innere Organe wie Herz, Leber, Nieren, die Atmungsorgane, der Verdauungstrakt oder das zentrale Nervensystem.

Mykoallergosen sind allergische Reaktionen auf erhöhte Sporenkonzentrationen. Sporen sind die Fortpflanzungsorgane des Pilzes. Die mikroskopisch kleinen Sporen lösen sich vom Pilz ab und fliegen wie Staubteilchen in der Raumluft umher auf der Suche nach einem günstigen, feuchten Nährboden. Dabei besteht die Gefahr, dass der Mensch diese Sporen mit der Atemluft aufnimmt, und diese sich in den feuchten Atemwegen einnisten und zu einem neuen Pilz heranwachsen. Symptome einer pilzbedingten Allergie sind Schnupfen, Husten, Durchfall oder Erbrechen.

Mykotoxikosen sind Vergiftungen durch Mykotoxine. Mykotoxine sind giftige Stoffwechselprodukte, die bestimmte Schimmelpilze ausscheiden, um zu verhindern, dass andere Pilze oder Bakterien ihren Nährboden besiedeln. Diese Mykotoxine oder organischen Lösemittel stehen im Verdacht giftiger als alle anderen Lösemittel zu sein und verschiedene Krebsarten (z.B. Lungenkrebs) zu verursachen.

Bei gesunden Menschen werden in der Regel Infektionen durch Pilzsporen oder Mykosen durch die intakten Abwehrmechanismen vermieden. Gefährdet sind vor allem Personen, deren Immunsystem geschwächt ist durch Krankheit, Allergien, Alter oder andere Schadstoffe.

 

Was tun bei einem Schimmelpilzbefall?

Auf keinen Fall soll man Schimmelpilze mit Bioziden oder Fungiziden bekämpfen, da man so lediglich ein Gift durch ein anderes austauscht. Als Alternativen zu solchen "chemischen Keulen" bieten sich eine Reihe von bewährten Hausmitteln, wie hochprozentiger Essig, hochprozentiger Spiritus-Alkohol, medizinischer Alkohol oder eine Salmiakverdünnung an. Diese Maßnahmen können den Schimmelpilzbefall jedoch nur vorübergehend beseitigen, da die Ursache, nämlich die zu hohe Feuchtigkeit der Materialien nicht beseitigt wird. Eine dauerhafte Sanierung besteht stets in einem rückstandsfreien und großflächigen Entfernen der pilzbefallenen oder feuchten Stellen.

 

Wie vermeidet man Schimmelpilze?

Grundsätzlich sollte man darauf achten, dass die Feuchtigkeit nach außen entweichen kann dadurch, dass man diffusionsoffene Materialien einsetzt und Dampfsperren vermeidet. Auch sollte man einen Neubau "überwintern" lassen, damit die Baufeuchte entweichen kann. Innen sollte man möglichst großflächig offenporige Materialien verwenden, die die Feuchtigkeit regulieren können. Schließlich sollte man auf ausreichende Lüftung achten, speziell im Frühjahr und im Herbst, wenn die Feuchtigkeit am meisten schwankt und so die Gefahr der Schimmelpilzbildung am größten ist.

 

Ralph Baden

Diplombiologe, Baubiologe

 
Schimmelpilzflyer zum runterladen:

 

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Santé

 

Neurodermitis

Was ist das?

Neurodermitis ist eine erbliche Erkrankung, die sich in großflächigen und juckenden Ekzemen auf der Haut und einer ganzen Reihe weitere Symptome (z.B. Darmerkrankungen, Allergien) zeigt. Vererbt wird allerdings nur die Veranlagung; die Krankheit benötigt einen Auslöser.

Auslöser

Ausgelöst wird diese Krankheit durch Umweltfaktoren und Gifte. Auch psychischer Stress kann ein Ausbrechen der Krankheit unterstützen.

Typische Auslöser sind beispielsweise: gestörtes Immunsystem, bakterielle und virale Infekte, Abstillen, Impfungen, Kontakt mit toxischen Stoffen, Darmbesiedelung mit Hefepilzen, usw. …

Neurodermitis ist nicht ansteckend.

Wie erkenne ich Neurodermitis

Bei Verdacht auf eine Neurodermitis-Erkrankung sollte ein Facharzt herangezogen werden.

Wie erkenne ich, durch welchen Auslöser die Erkrankung entstand?

Auch hier sollte ein entsprechender Facharzt konsultiert werden.

Untersucht werden sollten: Ernährungsgewohnheiten, vorhandene Allergien, Wohnraum, Arbeitsumfeld, Blutbild, Hauttest, Provokationstest, Entgiftungsverhalten, Darmflora, psychosomatische Faktoren.

Durch Führen eines Tagebuchs in dem Essgewohnheiten, Einsatz von Parfums, Seifen, Waschmittel und das Tragen von bestimmten Kleidungsstücken (z.B. schwarze Kleidungsstücke) notiert werden, bekommt der Patient selbst einen Überblick, durch welche Auslöser bei ihm Neurodermitis hervorgerufen wird.

 

 

 

Therapiemöglichkeiten

Zunächst ist es wichtig herauszufinden, durch welche Faktoren Neurodermitis ausgelöst wird. Je gründlicher der Patient informiert ist, desto besser kann er selbst einem erneuten Ausbrechen entgegenwirken.

Oft werden nur die Symptome (also die Erkrankung der Haut) behandelt. Deshalb ist es wichtig, dass der Arzt die Ursache erkennt und sowohl die Symptome, als auch die Ursache(n) behandelt.

Aufgrund der komplexen Möglichkeiten, durch die Neurodermitis ausgelöst werden kann, existieren viele unterschiedliche Behandlungsformen.

Tips

Dem Patienten sei geraten, sich mit seinen Ernährungsgewohnheiten auseinander zu setzen, denn bei vielen Neurodermitis-Patienten gehört eine Nahrungsmittelunverträglichkeit zu den Provokationsfaktoren.

Auch sollte auf sanfte Körperreinigungsmittel, die den Säuremantel der Haut nicht angreifen, zurückgegriffen werden. (Normale Duschgels und Seifen greifen den Säuremantel der Haut an.)

Nie zu warm Baden, da zu warmes Wasser den Juckreiz auslösen kann.

Schwimmen in chloriertem Wasser, sollte vermieden werden. Bei der Auswahl des Sportes sollte auf Sportarten zurückgegriffen werden, die kein starkes Schwitzen provozieren.

Bei der Kleidung ist darauf zu achten, dass ein Hitzestau vermieden wird. Zu empfehlen sind Naturfasern aber auch Viskose (auf Rückstände von chemischen Herstellungs- und Reinigungsmitteln achten). Ebenso sollte die Kleidung nicht scheuern, was bei groben oder gewebten Stoffen der Fall sein kann. Schurwolle kann die Haut reizen; besser ist Baumwolle. Außerdem ist es ratsam die Kleidung vor dem Tragen mehrmals zu waschen, damit eventuelle Schadstoffe ausgewaschen werden.

Vermeiden Sie Stress. Vorbeugend sind verschiedene Entspannungsmethoden zu empfehlen.

 

Flyer "Neurodermitis" runterladen:

 https://www.dropbox.com/s/qzjb2qeqp7srhos/Neurodermitis.pdf

 

 

Rapport "Environnement et Santé"

 
 
 

Rapport Huss "Environnement et Santé" adopté à l’unanimité au Conseil de l’Europe

Une étape importante pour la reconnaissance des maladies liées à la pollution environnementale

Il y a un an, Jean Huss, député au Conseil de l'Europe à Strasbourg et membre de la commission de l'environnement, a été chargé de rédiger un rapport Environnement et santé: pour une meilleure prévention des risques sanitaires liés à l'environnement. Après une série de d’auditions d’experts, de médecins et scientifiques, et l’organisation d’une conférence scientifique relative aux maladies environnementales, le rapport a enfin été voté à Paris le 13 mars et adopté à l’unanimité.

Jean Huss explique : « Il s’agit d’une étape importante pour la reconnaissance des maladies liées à la pollution environnementale. L’important maintenant, c’est de continuer à lutter pour de meilleures règlementations en matière de polluants, comme les métaux lourds, les pesticides ou autres contaminations chimiques et électromagnétiques qui nous entourent à chaque instant de notre vie. La directive REACH est certes un premier pas dans la bonne direction, mais d’un autre côté beaucoup trop faible et limitée et malheureusement un exemple où une chance historique a été sacrifiée aux intérêts des industries ».

Le rapport invite le Conseil des Ministres du Conseil de l’Europe et les 47 gouvernements des pays membres à suivre les recommandations du rapport relatives au principe de précaution, à des politiques globales véritables de prévention, à la nécessité d’une expertise indépendante et contradictoire, à la reconnaissance des maladies environnementales et de la médecine de l’environnement.

Jean Huss, député

Président de l´association AKUT asbl

Résumé

Des liens forts existent entre un environnement pollué et des risques sanitaires croissants. Les pathologies liées à l’environnement ne se limitent pas aux maladies respiratoires, cardiovasculaires ou à certains types de cancers. D’autres pathologies chroniques et émergentes sont également considérées comme ayant des liens avec l’environnement, notamment des atteintes du système immunitaire, des maladies neurologiques et neurodégénératives, des perturbations du système hormonal et de reproduction.

Malgré l’invocation du principe de précaution, il y a encore un manque de réaction face aux risques environnementaux et sanitaires connus ou émergents et un retard quasi-systématique dans l’adoption et la concrétisation de mesures préventives efficaces. Il appartient aux pouvoirs politiques d’agir afin d’éviter des maladies ou des crises sanitaires, en adoptant notamment des politiques de prévention, et ce surtout au niveau de la production et de la transformation des biens de consommation.

Le rapport appelle également à la reconnaissance de la médecine environnementale en tant que nouvelle discipline médicale transversale et au développement, au niveau européen, de programmes harmonisés de formation et de formation continue pour les étudiants et médecins.

 
 

 

   

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